Auch 2025 waren wir bei DVMs in Deutschland unterwegs:
DVM u12w in Neumünster (Schleswig-Holstein):
Unsere Mädels hatten keine so gute NDVM gespielt (nur Platz 6) und sich nur dank Nachrückerplatz zur DVM qualifiziert. In Prora kamen Pech und Unglück zusammen, in Neumünster sollte alles anders werden – so der Plan.
Gesetzt waren wir auf 11 von 20. Das hieß in Runde 1 den Turnierfavoriten und späteren Deutschen Meisten Bad Homburg abzubekommen. Ziel war nicht zu 0 zu verlieren und dank Alicja (Sieg gegen 150 DWZ mehr) war es auch nur ein 1:3. Wir schrammten sogar am Mannschaftsremis vorbei, da Mascha ihren Sieg im Endspiel liegen ließ und dann auch noch zu allem Übel das Remis durch einen übersehenen gegnerischen Bauerndurchbruch wegstellte. In Runde 2 sollte Porz 2 eigentlich geschlagen werden, doch während vorne wie erwartet zwei Punkte eingefahren wurde, kamen hinten keine, obwohl dies nach Spielstärke der Gegnerinnen durchaus möglich gewesen wäre. Also nur 2:2 gegen Porz 2. Diese Runde war früh vorbei, sodass wir noch zum Weihnachtsmarkt nach Kiel kamen. Das ist nur 20 Zugminuten von Neumünster entfernt. Der Weihnachtsmarkt bestand dann nur aus einem Riesenrad und ca. 5 Buden, aber für ein passables Abendessen hatte es gereicht. Eine weitere Stunde verbrachten wir im nahegelegenen Einkaufszentrum, speziell bei Nanunana und Edeka.
Der zweite Spieltag sollte besser laufen. Gegen Weisse Dame Hamburg gewannen wir 2,5:1,5, obwohl hier auch 1 Punkt mehr hätte drin sein können. Es folgte Brackel und wir spielten wieder Remis. Erneut kamen die Punkte vorne, die beiden letzten Bretter hatten es aber deutlich schwieriger, wobei dennoch bei Lotte mindestens das Remis drin gewesen wäre. Abends ging es zu Fuß zur schnellsten Pizza Margherita der Stadt.
Ähnliches wie Runde 4 befürchteten wir in Runde 5 gegen König Plauen. Doch dank eines kampflosen Sieges an Brett 3 (Erkrankung nach Abgabe der Mannschaftsaufstellung) reichten vorne 1,5 Punkte um den Sieg zu holen. Diesmal war hinten der Sieg noch „eigentlicher“ drin. In der vorletzten Runde kam die andere Weisse Dame – nämlich die aus Berlin. Stefaniia hatte diesmal Glück, ihr wurde mit Minusfigur ein Remis geschenkt, leider kam Mascha aber auch nicht über ein Remis hinaus, musste in der Stellung sogar dankbar drüber sein. Alicja war wie gewohnt sicher. Sie spielte hier ganz anders als zur DEM oder zu NDVM. Hier war sie unsere Bank an 2. Nach der Runde wurde mit König Plauen Werwolf gespielt, bevor wir zu halb acht zum Neumünsteraner Kino aufbrachen um Zoomania 2 zu schauen. Die Idee hatte Mülheim-Nord, die ebenfalls da waren und genauso wie unsere Mädels einiges an Blödsinn im Sinn hatten.
Die letzte Runde sollte nochmal alles spannend machen. Gegen Düsseldorf hätte uns ein Sieg die Bronzemedaille gebracht, sofern sich in allen anderen Paarungen die Favoriten durchsetzten. Und alle anderen Paarungen hielten sich auch an den Plan, damit war der Weg für unsere Bronzemedaille frei. Alicja hatte erneut leichtes Spiel. Ihre Gegnerin spielte kein gutes Turnier und der Sieg war zügig eingefahren. Durch Krankheit kam es hinten bei Düsseldorf zu Verschiebungen, sodass bei Lotte nicht die Vorbereitung raufkam. Dafür hatte sie statt einer 1200 „nur“ eine 1000 vor der Nase. Doch sie löste das Eröffnungsproblem souverän und kam in eine bessere Stellung. Der Plan sah allerdings hinten das Remis vor und die Gegnerin nahm es an. Ein Weiter- und Auf-Gewinn-Spielen traute sich Lotte nach den Erfahrungen der letzten Partien nachvollziehbar aus dieser Gewinnstellung nicht. Schade. An Brett 3 wär wahrscheinlich ein Remis drin gewesen, wenn die Eröffnung so gespielt worden wäre, wie vorbereitet. Aber das kommt dabei heraus, wenn man den Bauch entscheiden lässt… Mascha spielte die längste Partie und hatte am Ende eine Gewinnstellung. Doch im Endspiel kam dann nur ein Remis heraus. Mit einem erneuten 2:2 werden wir schließlich 5. Damit sind wir beste Berliner Mannschaft und zweitbeste aus Norddeutschland. Wir verbessern uns von Platz 11 auf Platz 5. Alicja schrammt mit 6/7 nur nach Zweitwertung am Brettpreis für Brett 2 vorbei.
DVM u16 in Dresden (Sachsen):
Die Jungs waren mit Georg in Dresden. In Prora hatten sie sich bei der NDVM regulär als 4. der NDVM qualifiziert. In Dresden waren sie an 9 gesetzt. Die erste Runde lief noch ganz angenehm: nach einem 4:0 gegen die SG Leipzig waren wir sogar für ein paar Stunden auf Platz 1… Doch schon in Runde 2 setzt es eine knappe 1,5-Niederlage gegen den favorisierten Hamburger SK. Komisch, normalerweise gewinnen wir gegen die immer, unabhängig von den DWZ. Und ebenso sollte der nächst Tag laufen: Sieg in der Vormittagsrunde (Runde 3 gegen Bielefeld, wir als Favorit), Niederlage in der Nachmittagsrunde (chancenlos gegen den späteren Meister Stuttgart). Ähnlich der nächste Tag: Sieg in der Vormittagsrunde (wir als Favorit gegen Porz), Remis in der Nachmittagsrunde (als Außenseiter gegen die Gastgeber). In der letzten Runde ging es dann gegen die Königsjäger. Der Norddeutsche Meister ließ auch gegen uns nix anbrennen, der Sieg brachte ihnen aber nur Platz 4. Wir hingegen landen auf Platz 8 und verbessern uns nur leicht um einen Platz gegenüber der Setzliste.


















































